Worum geht es hier? Künftig sollen im 2-Wochen Rythmus Glossar-Artikel und Anekdoten rund um den Fußball veröffentlicht werden.

Der Fußball &ndash das Spielgerät

02. März 2008

Zunächst zu Form und Aufbau des Balles: Der Ball muss kugelförmig und aus Leder oder einem anderen geeigneten Material sein. Sein Umfang muss zwischen 68 und 70 cm liegen, sein Gewicht zwischen 410g und 450g. Zudem muss auch der Luftdruck stimmen, dieser muss zwischen 0,6-1,1 Atmosphären betragen, was 600-1100 g/cm² auf Meereshöhe entspricht.

Herstellung des Fußballs:

Hergestellt werden die jährlich ca. 40 Millionen Bälle zu 75% in der Stadt Sialkot in Pakistan. Dort verdienen die Näher, oft auch Kinder unter 14 Jahren, ungefähr 60 Cent pro Ball. Um die Kinderarbeit einzuschränken, werden von einigen Sportartikelherstellern nur noch Firmen beauftragt, die die Arbeiter unter kontrollierten Bedingungen beschäftigen. Andere Hersteller verlagern die Produktion jedoch nach China, da diese dort noch günstiger ist. Durch die neue Methode der Ballherstellung, bei der die Bälle nicht mehr genäht sondern verklebt werden, ist das Auskommen vieler Pakistanis gefährdet.

Die Herstellung der klassischen Fussbälle sieht wie folgt aus (Handarbeit):

  1. Auf der Rückseite des Leders wird PVC in einzelnen Bahnen mit einem Futter aus mehreren Lagen Baumwoll- und Polyesterstoff beklebt. Dadurch wird der Ball stabilisiert und behält seine Form.
  2. Die fünf- oder sechseckigen "Waben" werden gestanzt und zugleich mit Schlitzen für die Naht versehen. Pro Tag stanzt ein Arbeiter Einzelteile für 300 bis 400 Bälle aus.
  3. Die ausgestanzten Einzelteile werden zu Sätzen sortiert. Die aus Naturkautschuk bestehende Gummiblase sowie der Nähfaden werden dazu sortiert. Um die Naht und damit den Ball wasserdicht zu machen, wird auf die Fäden Wachs aufgetragen.
  4. Pro Tag schafft ein Arbeiter im Durchschnitt 3 Bälle bei einer durchschnittlichen Nähzeit von 3 Stunden pro Ball.
  5. Nach dem Nähen findet eine Qualitätskontrolle statt. Rundheit, Masse und Luftverlust werden überprüft. Anschließend werden die Bälle lackiert und bekommen Design und Markenlabel aufgetragen. Schließlich werden sie exportfertig verpackt und per Flugzeug oder Schiff an den Bestimmungsort versandt.

Entwicklung des Fußballs:

Die ersten Fussbälle bestanden aus Netzen, die mit unterschiedlichen Materialien wie z.B. Haaren gefüllt waren. Später wurde in China der luftgefüllte Ball erfunden. Bis 1960 wurde mit Bällen gespielt, die aus zusammengenähten Lederstreifen bestanden und von der Oberfläche den heutigen Volleybällen ähnlich sahen. Gefüllt waren diese Bälle mit einer Schweinsblase, die anfangs verknotet, später mit einem Ventil ausgestattet war. Das Problem dieser Bälle bestand darin, dass sie sich bei Regen mit Wasser vollsaugten und so sehr schwer wurden.

Erst 1970 bei der Fußball-WM in Mexiko wurde ein offizieller Spielball durch die FIFA bestimmt, vorher entschied immer der Gastgeber über das Spielgerät. Zwei weitere entscheidende Einschnitte gab es danach noch: Bei der WM 1986 wurde erstmals ein vollsynthetischer Fussball verwendet, bei der Fußball-EM 2004 wurde der erste Ball eingesetzt, der nicht genäht sondern verklebt war.

Bisherige Spielbälle


Autor: Don Vito

Quelle: de.wikipedia.org

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